Die Kommunikation an bewegten Pätzen
und die Hüttenkunst im Mauerpark
Berlin, Sommer 2009. Was die meisten von uns bis vor kurzem noch mit dem Mauerpark in Berlin verbunden haben, waren wohl mehr die Aufstände am 1. Mai. Dieser Park hat in seiner jungen Vergangenheit schon viele bewegende Stadien durchlaufen. Als Zeitzeuge der deutschen Nachkriegsgeschicht und unmittelbarer Ort der Aufteilung von Berlin, hat man ihn 1961 auf seinen Namen getauft. Die Zeit hat ihn gewandelt. Wo im Sommer 1990 noch Wachtürme der DDR Grenztruppen standen ist nun ein grüner Park zu sehen. Und nicht nur ein Park öffnet sich uns zwischen der Gleim- und Eberswalderstrasse, die kulturelle Vielfalt ist hier der Spannungsmagnet. Man könnte auch von einem außergewöhnlichen Raum für Austausch sprechen, denn inzwischen hat sich dieser Ort der vielfältigsten Begegnungen in Berlin zu einem der beliebtesten Treffpunkte für interdisziplinäre Kulturschaffende entwickelt. Seit dem 26. Juni können sämtliche Besucher dieses wunderbaren Parks eine neue Kunst erleben. Es ist eine Kunstobjekt, ein Happening um eine autarke Skulptur. Es ist die Hüttenkunst.
Die Errungenschaften der Zivilisation
und das Erhalten von Luxus
Umwelt, Mitwelt, Klimaschutz. Ist es dunkel, suche ich Licht.
Erneuerbare Energien liefern diesem Kunstwerk die nötige Energie, um mit Eintritt der Dämmerung von selbst zu strahlen. Wie, kann man bei einem freundlichen Gespräch in der sommerlichen Dämmerung selbst raus finden.
wer, was, womit, wie, wo, wie, wann, warum?
Text und Bild: Klaus Büsen
Kunstveranstaltung: Hüttenkunst im Mauerpark
Kunstobjekt: autarke Kunst, ein Happening um die Installation, die sich in der Dämmerung von selbst beleuchtet.
Energiequellen: mit Fotovoltaik für Klimaschutz und alte Standards
Im Mauerpark: Prenzlauer Berg, Schwedter Strasse, zwischen Gleim- und Eberswalder Strasse
Wann: Anfang Juli bis Anfang September 2009
Warum: ... weil wir gesellschaftliche Errungenschaften uns nicht nehmen lassen müssen.
Die Hüttenkunst ist ...
1. eine Skulptur.
2. ein temporäres Objekt der Begegnung und Kommunikationsgegenstand
sämtlicher Gesellschaftsgruppen.
3. eine freundliche Einladung durch befreiende Formfindung und
stimmige Farbgebung. Komplementärfarben sprechen von innen nach außen.
4. eine Installation mit direkten Haupterkennungsmerkmalen unserer
Zivilisation: Haus, Licht, Freizeit, Ressourcen, Umstand.
5. autarke Kunst.
6. ein erläuterndes Bespiel, was Abhängigkeiten sein können und welche
man gar nicht aufgeben muss, wenn man den Lieferanten wechselt.
7. eine emotionale Aufwertung eines geschichtsträchtigen Ortes.
8. für uns da.
Die autarke Kunst
Ist die Hüttenkunst eine autarke Kunst?
Die neue Zeit autarker Kunst.
Die Erinnerung war zu jeder Zeit der Transportweg neuer Äußerungen. In welchem Zeitraum befinden wir uns? Werte verschieben sich zu jeder Zeit und taten es schon immer. Märkte wandeln sich, viele verbinden sich zu außerordentlicher Größe und manchmal auch zu schwarzen Löchern. Diese binden alles an sich, überall auf unserem Planeten, dann und wann verblassen sie auch wieder und hinterlassen Fragen.
Diese Gegebenheit ist uns Absicherung und Bindung gleicher Maßen. Zivilisationen haben immer schon ihre eigene Abstimmung vorgenommen, sie mussten sich dafür nur begegnen. Die Vorzüge unserer zivilisierten Informationsdynamik macht den Austausch wie die Publikation neuer und alter Werte auf der ganzen Welt möglich. Wir erleben alle Kulturen, Ansprüche und Vereinbarungen. Der Abstimmung zwischen unseren weltlichen Interessen, Zivilisationen und Kulturen bedarf es - wie bei allen großen Entscheidungsfindungen - einer Moderation. Was wird moderiert? Unser Informationswunsch und Einflußdrang, der auf Lokalpatriotismen und größeren uns tangierenden Zusammenhängen basiert, also Werten, die unser Heim erreichen.
Bei der freien Kulturbildung, vielleicht der Kunst, hat sich unser Austausch ebenso gewandelt. Die Zugänglichkeit freier Äußerungen und Kunst ohne Lobby kann nur am Heim oder auf Reisen in den Raum gestellt werden. Sie beziehen sich möglicherweise auf weitere Räume. Eine wirtschaftliche Einführungen solcher Live-Äußerungen und Kunstübertragungen an die Gesellschaft benötigt den offenen und oft auch gesuchten Kontakt. Also muss die Aussagen nach außen getragen werden. Ist das Werbung? Vielleicht ist es Werbung und vielleicht eine Bekanntmachung sinnvoller Wandlungsanstöße. Eine spekulative Steigerung einer solchen Darstellung kann einen Kunstsinn plazieren, ob der Marktwert einer solchen Arbeit dabei steigt, ist sehr schwer einzuschätzen.
Immer mehr sehen wir die Verselbständigung von Kunstpräsentationen. Produzentengalerien, Happenings und viele weitere Ausdruckspodien sind in den vergangenen Jahren wie fleißige Lieschen aus dem Boden gewachsen. Wovon leben diese Menschen, die das machen? Wovon lebt ihre Kunst? Die KünstlerInnen müssen zu allermeist arbeiten, um arbeiten zu können. Das war in allen Epochen so, zurück bis zum Beginn der Kunstbefreiung. Was ist, wenn die Kunst und ihre Präsentation sich selbst bewirtschaftet?
Die gegenwärtigen Kunstepoche, also die gegenwärtige Kunstzeit, beschreibe ich als die Epoche autarker Kunst. Ob diese Aussage Sinn macht, wird uns die Zukunft zeigen. Wenn wir annehmen, es gibt für uns diesen Zeitraum der Erfahrung, dann spricht autarke Kunst über eine weitere Befreiung. Sie formuliert in der uns gegenwärtigen Periode für mich die wahrhaftigste Sprache. Sie muss nicht dem Kunstmarkt unterwürfig oder einem Mäzen gar gefällig sein. In jeder sich darstellenden, individuellen Weise ist es das Objekt, das Bild, der Brief, das Lied, die Kunst selbst eben, welche vom Entwurf an eine Rhetorik ausbilden muss, um geschaffen werden zu können und erhaltenswert bleibt.
Wer entscheidet über den Wert jener Kunstzeitäußerung, der Kulturkreis, die Bewirtschaftung, der Rezipienten? Ich denke die Kommunikation über eine Präsentation hinaus wird uns zeigen, über wen und was wir bei einer Präsentation autarker Kunst gesprochen haben.
Ich hoffe uns gute Qualität zu hinterlassen.
Impressionen
Freunde, Lebenskünstler, Fröhliche, Kantige, Intellektuelle, Temporäre, Schaffende, Bleibende, ... [Menschen]
(Stand 3.9.09)
































































































































Kontakt mit uns
Alle KB-Veranstaltung werden begleitet von der agentur büsen.
Wir freuen uns, wenn Sie mehr über die Hüttenkunst und Arbeiten von Klaus Büsen erfahren möchten. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
~ angetrieben von
Klaus Büsen
Lebenslauf
Klaus Büsen* 08. Dezember 1975 in Düsseldorf
Seine Arbeitsmethoden basieren auf interdisziplinären Ausdrucksstudien.
Er ist Zeichner, Maler, Schreiberling, Aktionskünstler und Plastiker.
Leben, Kunst & Arbeitsreihen
(Auswahl)1999 - 2005 | Mitglied der Künstlergruppe sub-art
2003 | "Dynempirie“ Examen als Gestalter an der FH Aachen
2003 - 2006 | Lehrauftrag für interdisziplinäre Gestaltung an der FH Aachen
2004 - | CrashArt
2006 - | Agitation durch Kunstaktion
Seit 2006 lebt und arbeitet der Künstler in Berlin.

CrashArt 2004, KB
Ausstellungen
(Auswahl):2000 - 2005 | galeria maritim Messe Düsseldorf "sub-art"
2003 | Ludwigforum für internationale Kunst Aachen
2004 | Museum Kunstraum Neuss
2003 | Messe Mailand (Italien)
2004 | Z33 Hasselt (Belgien)
2005 | Museum Gliptothek HAZU Zagreb (Kroatien) "sub-art"
2005 | "Motel Phrey" Roermond (Niederlande)
2006 - 2007 | MAGISTRALE Berlin
2008 | Förderverein Landsberger 54 e.V. Berlin

O.T. 2009, KB

a-social-organism-is-360-degree-turnable, by-Klaus-Buesen-2009
Weblinks
tip Berlintip-Redaktion, 18.08.2009
Text: Susan Schiedlofsky
"Kunst der Begegnung
Anatomie einer Bar: Hüttenkunst im Mauerpark. Der bildende Künstler Klaus Büsen betreibt eine temporäre Begegnungsstätte für Freidenker, Ausschank inklusive.

1 Kunstwerk
120 x 80 cm, also Europalettenmaß ...
2 Cocktaileis
"Lifti-Vodka" wurde von Büsen als Spaß bringender Zeitgeistcocktail kreiert ...
3 Sinnsprüche
Glückskekse entstammen nicht etwa ...
4 Solaranlage
... nicht nur alternative Gespräche
... auch alternative Energien ...
5 Beamtenlatein
... 13 Seiten Schriftverkehr
mit Ämtern und Anwälten ..."
Saatchi Gallery
Stadtmagazin Berlin
Freunde des Mauerparks e.V.
qype
Nachrichtenportal für Berlin und Brandenburg
myspace
CULTURALL
Firmenpresse
go with us
LIVE-PR
Offenes Presseportal
prcenter
Pressemitteilungen ws
OpenBroadcast
yourPR
premiumpresse
openPR
stadtmagazin.com
Forum KulturPort
Energieportal 24
view more pics
-------------------------------------------
Worte von Hans Wedenig anlässlich der Ausstellungseröffnung "Hüttenkunst":
"Im Moment des ersten Eindrucks, der ein flüchtiger war, als ich Entwürfe und das Konzept für diese Installation sah, spürte ich, es hat Kraft. Es ist ein ungewöhnliches, einladendes Angebot für an Kunst Interessierte und jene, die diesem Objekt noch begegnen werden.
'Hüttenkunst' ist der Titel dieser Kunstveranstaltung, das Objekt selbst gibt ihr den Namen. Inmitten dieses kulturträchtigen Mauerparks, wo bis 1988 Verfolgerscheinwerfer gegen Menschen gerichtet wurden, die ihre Freiheit suchten, erfreut diesen Sommer ein sensibler Schein die Sinne.
Die Skulptur, tagsüber markanter Punkt im Park, leuchtet in der Nacht von selbst - die Energie spendet Sonnenlicht. Die Formsprachen signalisiert den Betrachtern, Unterschlupf, Zwischenhalt und Entspannung finden zu können. Eine Hütte, wie sie am Strand stehen könnte und einen zufriedenen Tag schenkt. Gratulation an den Künstler für seine offenen Sprache.
Ich kenne Klaus Büsen und vieler seiner Arbeiten sehr gut. In die Öffentlichkeit ist er bisher wenig getreten - in seiner Arbeitsreihe 'KUNST-AKTION' beispielsweise gab er sich als Schaffender nicht preis, obwohl von ihm agitativ in Szene gesetzt. Was meint der Künstler? Sein Objekt soll neugierig machen, anziehen, zeigen, dass es autark, unabhängig und zugleich temporärer Kunstraum ist. Absolut ist nichts.
Dieses Werk beleuchtet. Was? 'Dass eine Wohlstandsgesellschaft nicht wegen ihrer Zufriedenheit Verachtung und Entzug verdient!' (KB). Wenn sich eine Gemeinschaft ihren Mitmenschen öffnet und gemeinschaftlich neue Möglichkeiten erarbeitet, die allen Wohlbehagen bringt, dann kann das nur freier und glücklicher machen. Abwechslung durch Vielfältigkeit.
Abwechslung geht von Klaus Büsen spür- und fühlbar aus. Seine Arbeitsweisen zeigen, wie sie sich in Intervallen, viel mehr Energiewellen, fortan bewegen und gleichzeitig konturierte Kunst-Systeme generieren. Sieht man auf einzelne Arbeitsergebnisse ist es spannend, wie gesellschaftliche und philosophische Fragen von ihm analysiert werden. Sein Stil ist immer zu erkennen, die Formsprache für jedes einzelne Objekt, für jede Zeichnung oder Bilderserie, hat ein eigenes Gesicht, das sich auf der uns einzigen Konstanten einreiht, der Zeit.
Mit 'Die Zeit ist unsere!' hat mich Klaus oft begrüßt. Jetzt sage ich 'Heute ist die Zeit deine!'. Es ist die Zeit deiner Hüttenkunst. Herzlichen Glückwunsch zu diesem ungewöhnlichen Raum im Freien, zu dem von dir geschaffen Begegnungsraum im Mauerpark in Berlin."
Hans Wedenig, *1959, Konzeptionist neuer Medien und Veranschaulichender interdisziplinärer Kunstformen, studiert Zeit seines Lebens die Vielseitigkeit verwandter Kulturformen. Dabei verbrachte er mehrere Jahre u. a. in Florida, Bristol, Wien, Venedig. Neue Übersetzungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Errungenschaften und Initiativen mit ökonomischem, ökologischem und sozialem Werte-Gleichklang fördert er aktiv. Gestaltgebendes Schaffen ist ihm gleichermaßen bedeutsam wie die Einbindung unserer Gesellschaft - die vielfältigste und unerschöpflichste uns zur Verfügung stehenden Energiequelle.
-------------------------------------------